Zusammenfassung WPG Schulaufgabe 2
Wirtschaftskreislauf

- Private Haushalte & Unternehmen zahlen Steuern an den Staat und erhalten dafür staatliche Leistungen
- Private Haushalte & Unternehmen legen ihr Geld bei der Bank an, und erhalten dafür Kredite/Zinsen
- Private Haushalte leisten Erwerbsarbeit bei Unternehmen und erhalten dafür ein Erwerbseinkommen
- Private Haushalte geben Geld an Unternehmen und erhalten dafür Güter/Dienstleistungen
Beispiel: Hohe Sparrate
- Private Haushalte: Sparen -> weniger Konsum bei Unternehmen
- Unternehmen: weniger Konsum -> weniger Umsatz
- Staat: weniger Umsatz -> weniger Steuern -> weniger staatliche Leistungen
Beispiel: Steigerung staatlicher Ausgaben
- Private Haushalte: Haben mehr Geld -> konsumieren mehr
- Unternehmen: Machen mehr Umsatz -> zahlen mehr Steuern
- Staat: Höhere Einnahmen -> zahlt höhere staatliche Leistungen
Beispiel: Sinkende Unternehmensgewinne
- Unternehmen: Weniger Umsatz -> entlassen Mitarbeiter
- Private Haushalte: Weniger Einkommen -> konsumieren weniger
- Unternehmen: Weniger Umsatz -> zahlen weniger Steuern
- Staat: Weniger Geld für staatliche Leistungen zur Verfügung
Leitzins
Die EZB (Europäische Zentralbank) gibt einen Zins vor, an dem sich die Anlage- und Kreditzinsen der Banken orientieren müssen.
Niedriger Leitzins
Auswirkung
Zinsen für Geldanlagen bei Banken und Kreditvergaben sinken
- Klassische Geldanlagen werden unattraktiv (da keine Zinsen; Sparen macht keinen Sinn)
- Kreditaufnahme wird attraktiv (da kaum Zinsen auf den Kredit kommen)
- Kredite werden investiert (z.B. Immobilien), und kurbeln somit den Konsum und die Wirtschaft an
- Erhöht die Geldmenge (wegen der Kreditaufnahmen): Geldmengeninflation
Inflation
Definition: Verringern der Kaufkraft im Zeitverlauf
Messung: Festgelegte Waren, deren Preise in einer bestimmten Periode verglichen werden.
Normale Inflation: 2-3% (DE 2023: 5,9%)
Ursachen
- Geldmengeninflation: Steigerung der Geldmenge – Kreditaufnahmen
- Kosteninflation: Steigerung der Kosten – Lieferengpässe
- Nachfrageinflation: Steigerung der Nachfrage – Immobilienkauf
Beispiel Immobilienkäufe
- Private Haushalte legen ihr Kapital nicht mehr an, da es keine Zinsen mehr gibt
- Private Haushalte wollen ihr Kapital (in Immobilien) investieren
- Zum Beispiel Renovierung der Fenster einer Immobilie
- Nachfrage für Fenster steigt -> Hersteller kann Preise erhöhen (Nachfrageinflation)
Sparen
Sparparadoxon
- Für den Einzelnen: Sparen ist gut, da Rücklagen gebildet werden
- Für die Volkswirtschaft: Sparen ist schlecht, da weniger konsumiert wird
Beispiel: Sparen anhand des Wirtschaftskreislaufs
- Private Haushalte sparen -> konsumieren weniger (z.B. Essen gehen)
- Unternehmen machen weniger Umsatz -> zahlen weniger Steuern an den Staat
- Staat hat weniger Geld zur Verfügung -> muss Leistungen kürzen
- Dem Wirtschaftskreislauf wird Geld entzogen!
Grundgesetz
Entstehung
- Kriegsende 1945
- Deutschland wird unter den Siegermächten in vier Zonen aufgeteilt
- Siegermächte: USA, GB, Frankreich und die Sowjetunion
- Spannung zwischen westlichen Mächten und Sowjetunion
- Deutschland wird aufgeteilt (BRD/DDR) -> Mauerbau in Berlin
- Mai 1949 wird das Grundgesetz beschlossen
- Beitritt der DDR zur BRD (1990): Grundgesetz gilt jetzt auch für die ehem. DDR
Artikel
| Art | Kurzform | Inhalt |
|---|---|---|
| 1 | Würde des Menschen | Würde des Menschen ist zentrales Prinzip des Grundgesetzes; Alle staatliche Gewalt zum Schutz und Achtung der Menschenwürde |
| 2 | Freie Entfaltung der Persönlichkeit; Körperliche Unversehrtheit | Solange nicht gegen Verfassung, oder Rechte anderer verletzt werden: Freie Entfaltung der Persönlichkeit |
| 3 | Gleichheit vor dem Gesetz | Keine Diskriminierung aufgrund Geschlechtes, Abstammung, Rasse, Sprache usw. Vor dem Gesetz sind alle gleich. |
| 4 | Religionsfreiheit | Freie Wahl und Ausübung einer Religion |
| 5 | Freie Meinungsäußerung | Freiheit der Meinung, Presse und Berichterstattung |
| 6 | Schutz der Familie | Ehe und Familie als Grundlage der Gesellschaft |
| 7 | Staatliches Schulwesen | Garantiert Eltern das Recht, über die Schulbildung ihrer Kinder zu bestimmen |
| 8 | Versammlungsfreiheit | Freiheit der Versammlung, Vereinigung und Gewerkschaftsbildung |
| 9 | Bilden von Vereinigungen | Recht Vereinigungen zu bilden; Regelt Tarifautonomie und Streikrecht |
| 10 | Briefgeheimnis | Beschränkt Eingriffsmöglichkeiten des Staates in die Privatsphäre |
| 11 | Freizügigkeit | Freie Wahl des Wohnsitzes und Schutz vor Ausweisung |
| 12 | Freie Berufswahl | Freie Wahl von Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte |
| 13 | Unverletzlichkeit der Wohnung | Durchsuchungen dürfen nur durch richterliche Anordnungen erfolgen, oder bei Gefahr im Verzug |
| 14 | Eigentumsrecht | Schützt Eigentum und regelt Bedingungen der Enteignung |
| 15 | Recht zur Vergesellschaftung | Der Staat kann Grund und Boden, Natur-Schätze und Produktions-Mittel vergesellschaften. (Gehört dann allen Menschen gemeinsam) |
| 16 | Bestand der Staatsangehörigkeit | Regelt Bedingungen in denen die Staatsangehörigkeit entzogen werden darf; Regelt Asylrecht |
| 17 | Petitionsrecht | Recht auf Petition, das Recht, Eingaben an staatliche Stellen zu richten |
| 18 | Verwirkung der Grundrechte | Einschränkung der Grundrechte bei Verfassungsfeindlichen Bestrebungen |
| 19 | Unantastbarkeit der Grundrechte | Integrität des Grundgesetzes schützen |
| 20 | Staatsstrukturprinzipien | Legt grundlegende Prinzipien der Staatsorganisation fest |
Art. 20 GG
Die Bundesrepublik Deutschland
- Bundes: Aufteilung in Bundesländer (Föderalismus)
- Republik: Staatsform mit gewähltem Staatsoberhaupt
Unveränderliche Strukturprinzipien
- Demokratie: Herrschaft des Volkes
- Bundestaatsprinzip: Zusammenschluss der Bundesländer
- Rechtsstaatsprinzip: Alle Entscheidungen sind an Recht gebunden
- Sozialstaatsprinzip: Sicherung eines menschenwürdigen Lebens für alle Bürger