NAT IPv4 (Network Address Translation)
- Problem: Nicht ausreichend IPv4 Adressen verfügbar
- Private IPv4-Adressen werden nicht ins Internet geroutet
- Lösung: Wechsel zu IPv6 / Translation
Vorteile
- Erhält öffentliche IPv4 Adressen
- Datenschutz: Kein direkter Rückschluss von extern durch die öffentliche IP-Adresse auf den Ursprungs-Client
- Keine Änderung an internen Clients notwendig beim ISP-Wechsel
Nachteile
- Zusätzliche Verzögerung durch NAT/PAT (Kritisch bei Echtzeitprotokollen -> VoIP)
- End-to-End-Adressierung geht verloren (Manche Anwendungen kommen nicht mit NAT klar)
- Fehlersuche durch Adressänderung erschwert
Begriffe
- NAT-Pool: Menge an öffentlichen IP-Adressen an einem Router
- Interne Adresse: Adresse des Geräts, die mit NAT übersetzt wird
- Externe Adresse: Adresse des Zielgeräts
- Lokale Adresse: Im internen Netzwerk verwendet (Gibt Perspektive an)
- Globale Adresse: Im externen Netzwerk verwendet (Gibt Perspektive an)
- Intern Lokal: Adresse der Quelle aus Perspektive des internen Netzwerks
- Intern Global: Adresse der Quelle aus der Perspektive des externen Netzwerks
- Extern Global: Adresse des Ziels aus der Perspektive des externen Netzwerks
- Extern Lokal: Adresse des Ziels aus der Perspektive des internen Netzwerks
- Beispiel: PC sendet Daten an Öffentlichen Webserver
- Interne Lokale wird am NAT-Router zur internen globalen Adresse
- Private IP-Adresse (RFC1918) -> Öffentliche IP-Adresse aus NAT-Pool
- Externe globale Adresse (also Ziel-IP) ändert sich in der Regel nicht, da das Ziel meistens öffentlich ist. Extern global und extern lokal sind dann identisch
- Aus Sicht des öffentlichen Zielservers ist die Quell-IP die Interne globale Adresse (also öffentliche IP aus NAT-Pool)
- Interne Lokale wird am NAT-Router zur internen globalen Adresse
Arten von NAT
Statisches NAT

- 1:1 Übersetzung der privaten in öffentliche Adressen
- Für das Internet haben die einzelnen Geräte öffentliche IP-Adressen
- Manuell konfiguriert und zugeordnet
- Hilfreich, wenn Geräte von der gleichen öffentlichen IP erreichbar bleiben müssen (Webserver)
- Benötigt ausreichend öffentliche IP-Adressen
- Nur so viele parallele Sitzungen möglich wie öffentliche IP-Adressen verfügbar sind
Dynamisches NAT

- 1:1 Übersetzung der privaten in öffentliche Adressen
- Öffentliche IP-Adressen aus dem NAT-Pool werden bei einer Anfrage nach dem First-Come-First-Serve-Prinzip vergeben
- Nur so viele parallele Sitzungen möglich wie öffentliche IP-Adressen verfügbar sind
Port Address Translation (PAT)

- N:1/M Übersetzung
- Beliebig viele private Adressen zu einer oder mehreren öffentlichen Adressen
- Kommunikation eines internen Clients mit einem Webserver:
- Client sendet Paket an Webserver und wählt einen Quell-Port
- Router prüft, ob der Quell-Port schon in Verwendung ist
- Wenn nicht wir der Port übernommen
- Wenn bereits in Verwendung wird der nächste verfügbare Port verwendet
- Router setzt interne globale Adresse + Quell-Port
- Webserver antwortet auf diese IP-Adresse und setzt Quell-Port als Ziel-Port
- Router kann das Paket vom Webserver eindeutig dem Client zuordnen.
- Je nachdem, ob der Router den Port anpassen musste, stellt er den Ausgangs-Port wieder her
- Zusätzliche Sicherheit: PAT prüft zusätzlich, ob die Daten vom Webserver überhaupt zuvor angefordert wurden
- Wenn alle Ports einer IP-Adresse aus dem NAT-Pool ausgeschöpft sind, wird mit der nächsten weiter gemacht, bis keine IP-Adressen und Ports mehr verfügbar sind
- Pakete ohne Schicht-4-Segment (Ohne Portnummer) erhalten vom Router eine Abfrage-ID um Anfrage und Antwort zuordnen zu können
CLI
| Befehl | Verwendung |
|---|---|
| show ip nat translations verbose | Ausgabe aller konfigurierten / dynamischen Übersetzungen. Ggf. inklusive aktueller Externen Adressen „verbose“ gibt zusätzliche Informationen an (Zeit) |
| clear ip nat translations | Löschte alle dynamischen Übersetzungseinträge |
| show ip nat statistics | Zeigt Verwendete Interfaces, aktive Übersetzungen, Konfiguration, Anzahl der Adressen im Pool, Anzahl der zugewiesenen Adressen |
RFC1918: Address Allocation for Private Internets
| Klasse | Bereich | Prefix |
|---|---|---|
| A | 10.0.0.0-10.255.255.255 | 10.0.0.0/8 |
| B | 172.16.0.0-172.31.255.255 | 172.16.0.0/12 |
| C | 192.168.0.0-192.168.255.255 | 192.168.0.0/16 |
Wide Area Network (WAN)
- WAN: Kommunikationsnetz, dass sich über einen großen geografischen Bereich erstreckt
- Notwendig um Remote-LANs mit dem eignen LAN zu vernetzen

WANs im OSI-Modell
- Auf Layer 1 (Bitübertragunsschicht / Physical Layer) und 2 (Sicherungsschicht / Datalink Layer)
- Layer 1:
- Elektronische, Mechanische Übertragung von Bits
- Provider verwenden meistens Glasfaser für hohe Bandbreite und lange Strecken
- Protokoll-Standards:
- SDH: Synchronous Digial Hierachy
- SONET: Synchronous Optical Networking
- DWDM: Dense Wavelength Division Multiplexing
- Protokoll-Standards:
- Layer 2:
- Definition der Framekapselung
- Protokolle:
- Breitband (DSL & Kabel)
- Wireless
- Ethernet-WAN
- Multiprotocol Label Switching (MPLS)
- Point-to-Point Protocol
- High-Level Data Link Control
Begriffe

- Data Terminal Equipment (DTE): Verbindet Teilnehmer-LANs mit dem WAN-Kommunikationsgerät
- Data Communications Equipment (DCE) (Datenleitungs-Endgerät): Kommunikation mit dem Provider
- Customer Premises Equipment (CPE): Fasst DTEs und DCEs am Firmenstandort zusammen
- Point-of-Presence (POP): Punkt, an dem sich Teilnehmer- und Providernetz verbinden
- Demarkationspunkt: Offizieller Trennungspunkt zwischen CPE und Geräten vom Provider
- Local Loop (letzte Meile): Kupfer/Glasleitung, die CPE mit CO verbindet
- Central Office (CO, Zentrale): Einrichtung des Providers, die CPE mit Provider-Netz verbindet
- Gebührenpflichtiges Netz: Infrastruktur des Providernetzes
- Backhaul Netzwerk: Verbindet mehrere Zugangskonten des Providernetzes
- Backbone-Netzwerk: Großes Netzwerk; Hohe Kapazität; Verbindung von Prodivernetzen
WAN-Topologien
- Werden durch logische Topologien beschrieben
Punkt-zu-Punkt

- Verbindung zwischen zwei Endpunkten
- Scheinbar eine physische Verbindung zwischen den Endpunkten
- Z.B. Standleitung (Teuer)
Hub-and-Spoke

- Mehrere Spokes verwenden eine Schnittstelle des Hubs
- Durch Subinterfaces oder virtuelle Verbindungen
- Spokes können nur über den Hub miteinander kommunizieren
- Hub ist Single-Point of Failure
Dual-Homed

- Erweiterung von Hub-and-Spke
- Bietet Redundanz, Lastverteilung, dezentrale Datenverarbeitung
- Implementierung ist teurer (mehr Hardware nötig; komplexe Einrichtung)
Vollständig vermascht

- Mehrere virtuelle Verbindungen
- Alle Standorte miteinander vernetzt
- Hohe Fehlertoleranz
Teilweise vermascht

- Verbindet viele Standorte miteinander, aber nicht alle
- Schlechtere Fehlertoleranz als vollvermascht