BWPZusammenfassung Klasse 7-8 · 2025/2026

Zusammenfassung – Schulaufgabe 2

Betriebswirtschaftliche Prozesse · Schulaufgabe 2

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Kaufvertrag

Zustandekommen (08)

  • Zwei übereinstimmende Willenserklärungen
    • Antrag: z.B. Bestellung, Angebot
    • Annahme: Lieferung, Bestellung
  • Fall 1: Käufer ändert rechtlich bindendes Angebot ab (z.B. anderer Lieferort)
      1. Antrag: Initiales Angebot vom Verkäufer
      1. Antrag: Abgeändertes Angebot vom Käufer
      1. Annahme: Auftragsbestätigung vom Verkäufer
  • Fall 2: Verkäufer gibt Angebot ab, das eine Freizeichnungsklausel (FZK) enthält
    • FZK: „Solange der Vorrat reicht“; „ohne Obligo“; „vorbehaltlich Materialverfügbarkeit“
    • Angebot mit FZK ist nicht rechtlich binden
    • Bestellung vom Käufer gilt als Antrag
    • Auftragsbestätigung/Lieferung als Annahme

Verpflichtungsgeschäft (09)

  • Verkäufer
    • Ordnungsgemäße Lieferung (Zeit, Ort, Art und Weise)
    • Geld annehmen
    • Eigentum übertragen
  • Käufer
    • Ware annehmen
    • Geld bezahlen

Erfüllungsgeschäft (09)

  • Verkäufer tauscht Ware gegen Geld
  • Käufer wird Eigentümer der Ware
  • Verkäufer wird Eigentümer des Geldes
  • Wird er Kaufvertrag rückgängig gemacht wird das Erfüllungsgeschäft rückabgewickelt
    • Gutschein muss nicht angenommen werden!

Einkauf (10)

  • Anfrage
    • Kostet nichts
    • Rechtsunverbindlich
    • Formfrei
  • Angebot
    • Rechtsverbindlich
    • An Person/Unternehmen gerichtet
      • Anpreisung: Nicht an eine Person gerichteter Kaufhinweis
    • Darf keine FZK enthalten
    • Muss gültig sein (Datum)
    • Erlischt wenn…
      • Ausdrückliche oder stillschweigende Ablehnung
      • Abänderung
      • Annahme außerhalb der Frist
    • Annahmefristen
      • Mündlich: Solange das Gespräch geht
      • Brief: 7 Tage
      • Mail/Fax: 24 Stunden

Mangelhafte Lieferung (11)

  • Beim Gefahrenübergang muss die Ware den folgenden Anforderungen entsprechen:
    • Subjektive Anforderungen (Beschaffenheit, Eignung usw.)
    • Objektive Anforderung (Verwendbarkeit, Beschaffenheit)
    • Montageanforderungen (Durchführung, Anleitung)
  • Gefahrenübergang: Punkt, an dem das Risiko des Transports an den Kunden übergeht
  • Kostenübergang: Punkt, bis zu dem der Lieferant die Transportkosten übernimmt
  • Mangelarten
    • Montagemangel: Hersteller setzt Schraube falsch / Anleitung führt zu falscher Montage (IKEA-Klausel)
    • Falschlieferung: Anderes Objekt erhalten als bestellt
    • Zuweniglieferung: Weniger erhalten als bestellt
    • Ware ungleich Werbung: Zugesicherte Leistung wird nicht erreicht
    • Mangel in Beschaffenheit: Kratzer auf Neuware
    • Mangel in Verwendbarkeit: Falscher Toner für Drucker
  • Bei Sachmangel:
    • Vorrangiges Recht: Nacherfüllung
      • Verkäufer hat 2x die Möglichkeit für eine Nacherfüllung
      • Verkäufer kann auch verzichten
      • Möglichkeiten:
        • Nachbesserung
        • Neulieferung
    • Nachrangige Rechte: Treten in Kraft, wenn die Nacherfüllung fehlschlägt:
      • Rückabwicklung des Kaufvertrags
      • Minderung (hängt von Akzeptanz des Käufers ab)
      • Schadensersatz: Konkreter Schaden muss entstanden sein
        • Ersatz vergeblicher Aufwendungen (Handy kann nicht verwendet werden -> Lieferant muss auch die Kosten für die Handyhülle übernehmen)
    • Ausnahme: geringfügige Schäden -> kein nachrangiges Recht Rückabwicklung KV
  • Privatleute müssen nicht unverzüglich auf Mängel prüfen (2 Jahre Neue Ware, 1 Jahr Gebrauchte Ware) – Unternehmen schon (Offene Mängel sofort; Rest bei Bekanntwerden)

Handelswaren Kalkulation (12)

  • Zieleinkaufspreis (ZEP) = Listeneinkaufspreis (LEP) – Lieferrabatt (LR)
  • Bareinkaufspreis (BEP) = ZEP – Lieferskonto (LS)
  • Bezugspreis (BZP) = BEP + Bezugskosten (BK)
  • Selbstkostenpreis (SKP) = BZP + Handlungskosten (HK)
  • Barverkaufspreis (BVP) = SKP + Gewinn (G)
  • Zielverkaufspreis (ZVP) = BVP + Kundenskonto (KS)
  • Nettoverkaufspreis (NVP) = ZVP + Kundenrabatt (KR)

Einzel- & Gemeinkosten (13)

  • Einzelkosten: Kosten, die dem Produkt direkt zurechenbar sind (Materialkosten, Fertigungslöhne)
  • Gemeinkosten: Kosten, die dem Produkt nicht direkt zurechenbar sind (Strom, Wasser, Verwaltung, Grundsteuer, IT-Support)

Berechnung der Herstellkosten des Umsatzes – HKU (17)

  • Herstellkosten der Erzeugung (HKE): Summe aus folgenden Komponenten:
    • Fertigungsmaterial (FM)
    • Materialgemeinkosten (MGK)
    • Fertigungslöhne (FL)
    • Fertigungsgemeinkosten (FGK)
  • Herstellkosten des Umsatzes (HKU) entspricht HKE nach Berücksichtigung der Bestandsveränderung:
    • Unfertige Erzeugnisse: Anfangsbestand (AB) – Schlussbestand (SB)
    • Fertige Erzeugnisse: Anfangsbestand (AB) – Schlussbestand (SB)

Bestandsveränderung (18)

  • Mehrbestand: Jahresende mehr Ware im Lager als zu Beginn
    • Hat noch keinen Verkaufserlös erzielt
    • Differenz muss von den Herstellkosten der Erzeugung (HKE) abgezogen werden
  • Minderbestand: Jahresende weniger Ware im Lager als zu Beginn
    • Ware aus dem Lager hat Verkaufserlös erzielt
    • Differenz muss zu den HKE addiert werden

Betriebsabrechnungsbogen (14 &15)

  • Dient dazu die Gemeinkosten auf Funktionsbereiche aufzuteilen
  • Dreisatzrechnungen mittels Verteilungsschlüssel
  • Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne & Bestandsveränderungen werden angegeben
  • Herstellkosten des Umsatzes: siehe Kapitel 17

Maschinenstundensatz

Formeln (20)

  • Kalkulatorische Abschreibungen = Wiederbeschaffungswert / Nutzungsdauer
  • Kalkulatorische Zinsen = Halber Anschaffungswert * Zinssatz (%)
  • Instandhaltung/Wartung = Instandhaltungskosten / Nutzungsdauer
  • Raumkosten (Miete) = Raumbedarf (m2) * Kosten pro m2
  • Energiekosten = Grundgebühr + Verbrauch
    • Grundgebühr/Jahr = Grundgebühr pro Monat * 12
    • Verbrauch = Energieverbrauch (kWh) * Preis/kWh * Laufzeitstunden
  • Kosten der Maschine: Summe aus allem

Selbstkosten mit Maschinenstundensatz (22)

  • Materialkosten (MK) = Fertigungsmaterial (FM) + FM * Materialkostenzuschlagssatz (MGK)
  • Fertigungslöhne (FL) = Lohn/Stunde * Fertigungsstunden
  • Restgemeinkostenzuschlag (RGK) = FL * Restgemeinkostenzuschlagssatz (RGK)
  • Maschinelle Fertigungskosten (FGK) = Maschinenlaufzeit * Maschinenstundensatz
  • Fertigungskosten (FK) = masch. FGK + FL + RGK
  • Herstellkosten (HK) = MK + FK
  • Verwaltungsgemeinkostenzuschlag (VwGK) = HK * Verwaltungsgemeinkostenzuschlagssatz
  • Vertriebsgemeinkostenzuschlags (VtGK) = HK * Vertriebsgemeinkostenzuschlagssatz
  • Selbstkosten = HK + VwGK + VtGK